„Verein ohne Moral und Achtung vor der eigenen Identität sucht Werte für die er steht. Keine Auseinandersetzung mit Werdegängen von Spielern vor deren Verpflichtung und Dressen in Sponsorfarben schaffen, wenig Integrität. Eigene Geschichte und Gesellschaftliche Verantwortung nachkommen – Wertekodex JETZT!“
Jérôme Boateng (verurteilt wegen Körperverletzung an seiner ehemaligen Lebenspartnerin, eine weitere Lebenspartnerin nahm sich nach Vorwürfen gegen ihn ihr Leben) spaltet die Szene in Linz. Doch das Schweigen ist bisher (nun erste Reaktion mit dem Spruchband beim Spiel gegen Bukarest in der Europa League Play Off Runde) sehr groß. Wir haben uns mal in Linz umgehört und eine anonymisierte Fan Stimme eingesammelt:
Samstag, 17. August 2024, der dritte Spieltag der österreichischen Bundesliga, LASK gegen Salzburg wird in die Geschichtsbücher eingehen als ein schwarzer Tag für die Bundesliga und vor allem den LASK. Jérôme Boateng betritt gegen Ende der 2. Hälfte das Spielfeld der Raiffeisen Arena. Die Akzeptanz eines verurteilten Frauenschlägers in unserem Verein ist unglaublich. Das Lob, mit welchem er in den letzten Wochen von unserem Trainer Thomas Daraz und unserem Präsidenten Siegmund Gruber überschüttet wurde, lässt die Wut in mir hochsteigen. Dieses Lob ist ein Schlag ins Gesicht für jedes Opfer von häuslicher Gewalt. Ich hoffe, dass sich in den nächsten Wochen noch einiges bezüglich der Causa Boateng in unserer Fanszene ergibt, weil den Beifall welchen er bekam als er das Feld betrat ist inakzeptabel. Sätze wie „einen unserer Spieler pfeift man nicht aus“ sind im Bezug zu Boateng unverständlich. Ich selbst fühle mich verletzt von meinem Verein der einem Frauenschläger eine Bühne bietet, ihn bis ins Unendliche lobt und seine Verpflichtung als einen Transfercoup bezeichnet. Ich will meinen Verein unterstützen und ihn siegen sehen, doch wenn Boateng weiter auf dem Platz steht, wird der bittere Beigeschmack nie weggehen. Heute gab es bereits ein erstes Banner, welches die Verpflichtung kritisierte und dies ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Ich hoffe inständig, dass weitere und vor allem schwerere Proteste folgen werden. Jedoch ist auch hinzuzufügen, dass unser Präsident sehr gerne Stadionverbote für Protestaktionen verteilt und bei einem Protest gegen seinen Königstransfer würden sicher Stadionverbote erteilt werden. Der Schaden an unserem Image wird für immer bestehen und als schwarzer Fleck in unsere Geschichte eingehen. Jeder, der diesen Transfer rechtfertigt, sollte sich zutiefst schämen. Ihr seid keine wahren LASK Fans. Verpisst euch aus unserem Verein. Egal ob LASK, Rapid, Austria, Sturm oder sogar Blau Weiß Fan’s wir alle müssen vereint ein Zeichen setzen gegen die Akzeptanz dieses Frauenschlägers in unserer Liga.

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