23.10.2024 – 11. Spieltag der 3. Liga

Zuschauer*Innen: 15.000

38 € Eintritt (Sitzplatz Stehhalle)

Bierpreis: 5 € (Helles von Hacker Pschorr)

Stadion: Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße (Grünwalder Stadion) (Kapazität: 15.000 Plätze)

Tore: https://www.youtube.com/watch?v=XhddFJjJ0ds&feature=onebox

Anstoßzeit: 19:00

Wo fängt man eigentlich beim TSV 1860 München an? Fangen wir mal mit der Stadionfrage an. 1860 spielt mittlweile im altehrwürdigen Grünwalder Stadion, erbaut im Jahre 1911. Im Herbst 1943 von Bomben getroffen, im August 1945 wieder aufgebaut. Bis 2024 mehrmals umgebaut und saniert. Seit dem Absturz in die Vierte Liga (2017) nutzt 1860 das Stadion als temporäres Heimstadion. Es gibt weitere Ausbaupläne, aber alle paar Jahre schaltet sich auch der zwielichtige Investor Hasan Ismaik ein und verkündet mal eine Fußball Arena mit 50.000 Plätzen, mal mit 60.000 Plätzen zu bauen. Wirklich passieren tut aber nie etwas.

Also ab in der englischen Drittliga Woche nach München. Erstmal muss ich mich über die Ticketpreise beschweren, 38 € für einen Sitzer – auf der Hauptribüne übrigens noch teurer. Fühlt sich absolut nicht nach Drittligapreise an. Die Atmosphäre auf dem Weg zum Stadion hat mir super gefallen. Überall in Giesing war viel los, viele Menschen versammelten sich überall mit Bier und anderen Getränken und führten mehr oder weniger Fachgespräche über Fußball und den Zustand der aktuellen Mannschaft von 1860. Dabei einen besonderen Dank an die Einladung der 1860er Gruppe, mit der ich an dem Tag unterwegs war. Das Hacker Pschorr ein extra Flaschendesign mit „Sechzger Hell“ hat wusste ich vorher auch nicht. Nach dem ich das ein oder andere davon verköstigt hatte, musste ich nach dem für deutsche Stadionverhältnisse absolut unkomplizierten Einlass direkt mal die Toiletten aufsuchen. Und wow!: Gerüchsmäßig erfüllen die Pissours im Grünwalder absolute Spitzenleistung im penetranten Pissegestank.

Zum Einlaufen der Mannschaften gab es aus dem Stehblock Bereich von 1860 eine sehr sehenswerte und unerwartet lange Pyroeinlage. Positiv überrascht war ich auch von der Stehhalle (früher stand man dort, dann wurde es zum Sitzerbereich – der Name blieb aber) stellenweise war es sehr laut und Wechselgesänge funktionierten super. Wirklich nervig war dabei ein Typ der den nicht sehr souveränen Schiedsrichter dauerhaft als „Schwarze Sau“ beschimpfte. Hab ja schon öfter (zuletzt in der 11. Freunde Kolumne) von diesem Phänomen gehört, nun aber erstmals live erlebt. Brauch ich jetzt auch nicht öfter. Osnabrück reiste mit über 1000 Leuten nach München, was für einen Mittwochabend auf dieser Entfernung natürlich grandios ist. Dennoch hätte ich mir mehr von dem Gästeblock erwartet, viel Stimmung kam nicht an. Schade! Witzig in Erinnerung ist mir geblieben das man die Pfandbecher von den Rängen vor den (nervigen) Zaun werfen kann – dort stehen Kinder aus dem Vereinsumfeld und versuchen die zu fangen. Hierbei flog ein Kind grandios auf die Fresse – nachdem es danach offensichtlich unverletzt weiter motiviert Pfandbecher sammelte machte es noch mehr Spaß sich über den „Abflug“ zu amüsieren.

Spielerisch gehörte Osnabrück die ersten 30 Minuten, danach war es ein offener Schlagabtauch auf beiden Seiten – auf einem sehr schlechten spielerischen Niveau. Die jeweilige Führung von 1860 wurde von Osnabrück zweimal direkt innerhalb kürzester Zeit gekontert. Da waren aber auch Spielfehler von beiden Mannschaften dabei… Aus neutraler Sicht ging dann auch ein Unentschieden in Ordnung. Hat Spaß gemacht in Giesing! Denke hier werden wir definitiv mal wieder vorbei schauen.


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