08.02.2025 – 21. Spieltag der 2. Bundesliga
Zuschauer*Innen: 12.098
17 € Eintritt. (Stehplatz D2)
Bierpreis: 4,50 € (Goldochsen Helles)
Stadion: Donaustadion (Kapazität: 17.400)
Anstoßzeit: 13:00 Uhr
Tor(e): https://www.youtube.com/watch?v=sW1g8dp1IUw
Nach dem FC Bayern Spiel am Freitag ging es Samstag nach Ulm. Ulm liegt direkt an der Grenze zu Bayern in Baden-Württemberg. Die Universitätsstadt liegt an der Donau und hat eine wirklich schöne Altstadt.
Die Geschichte des SSV Ulm ist eine aus Höhen und Tiefen – meist gabs Tiefen. In der Saison 1999/2000 spielte man eine Saison in der Bundesliga, 2014 spielte man nach der dritten Insolvenz in der Oberliga. Die Neugründung des Vereins datiert sich auf den März 2009. Das Donaustadion wurde 1925 eröffnet und erfüllt absolut keine Normen mehr für eine Profiliga, aktuell spielt Ulm mit einer Ausnahmegenehmigung für die Saison 24/25. Wie es mit dem Stadion weitergehen soll, wird im Laufe der nächsten Monate entschieden. Super ist die Lage innerhalb der Innenstadt, das Stadion ist von Wohnhäusern umgeben. Hat man mittlerweile ja leider eher selten. Es gibt deutlich schönere alte Stadien – aber so ein Stadion in der 2. Liga als Spielstätte zu haben ist schon was besonderes. Also könnte alles halbwegs cool sein in Ulm – wenn sich die Fanszene nicht sehr weit politisch rechts außen positionieren würde und sich schon mal mit verurteilten straffälligen Neonazis solidarisieren würde, die natürlich aus ihren eigenen Reihen kommen. Es wird jede Menge rechte Szenekleidung getragen und auf dem Klo findet man an den Wänden rassistische und fremdenfeindliche Sticker. Der Verein versucht bisher das ganze einfach wegzuignorieren. https://www.swr.de/sport/fussball/ssv-ulm-1846-fussball/rechte-fanszene-beim-ssv-ulm-1846-fussball-100.html
Stimmungsmäßig hat man neben dem ganzen homofeindlichen Beleidigungen, Ableismus, Patriotismus und Rassismus weniger Zeit für einen organisierten Support. Wirklich laut wurde die Szene von Ulm nie – ich hab dafür die ganze Zeit Paderborn gehört – im Ulmer Heimbereich. Paderborn hatte einen sehr starken Fanaufritt, hier wurde mal wieder in dieser Saison der nach oben völlig offene Auswärtsblock genutzt und neben Bengalos auch Feuerwerk gezündet. Außerdem gabs eine Choreo zu einer 15 Jährigen Freundschaft mit Ultras eines Schweizers Eishockeyclubs (wilde Kombination).
Spielerisch verteidigte Ulm relativ lange gut, konnte aber nach einer Roten Karte zu 10 nicht mehr gegen Paderborn mithalten und verlor verdienterweise mit 0:2. Könnte alles schön in Ulm sein – ist es aber nicht. Fremdenhass und Rassismus haben im Fußball nichts verloren. Also hoffentlich raus aus der 2. Bundesliga mit Ulm.






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