09.09.2025 – Achtelfinale im Landespokal Bayern (Toto-Pokal)

Zuschauer*Innen: 1092

Eintritt: 18 € (Sitzplatz Haupttribüne Block B)

Bierpreis: 4,50 € (0,5 l Schwind Helles)

Stadion: Stadion am Schönbusch (Kapazität: 6620)

Tor(e): https://www.fupa.net/match/viktoria-aschaffenburg-m1-1-fc-schweinfurt-05-m1-250909

Anstoßzeit: 19:00

Aschaffenburg liegt in Unterfranken, direkt an der Grenze zu Hessen und hat ca. 73.000 Einwohner*Innen. Den hessischen Einschlag sieht man direkt auch den Stickern und Graffitis – die Stadt gehört quasi bis direkt zum Stadion Eintracht Frankfurt. Die Viktoria gehörte sogar bis zur Saison 2011/12 dem hessischen Verband an, danach folgte der Wechsel in den bayerischen Verband. In den 1980er Jahren spielte man 2. Bundsliga und schaffte es einmal im DFB Pokal ins Viertelfinale. Mittlerweile spielt der finanziell stetig klamme Verein in der Regionalliga Bayern, letzte Saison konnte man erst mit den Abstieg Playoffs die Klasse halten. Zuletzt verpflichtete man Felix Magath, ehremamtlich als Sportvorstand. Das Stadion am Schönbusch wurde 1909 erbaut und 1946, 1993 und 2008 renoviert. Warum die Haupttribüne eine Stahlrohrtribüne ist, ist eine ziemlich kuriose Geschichte. Bei der Modernisierung 1993 wurde das Spielfeld um 90 Grad gedreht, außerdem sollten alle Seiten mit Tribünen umbaut werden. Als der erste Bauabschnitt fertig war, verpasste die Viktoria den Aufstieg in die 2. Bundesliga und die Stadt Aschaffenburg verweigerte zugesagte Finanzhilfen. Durch die Drehung wurde die nun weiterhin bestehende Haupttribüne zur Hintertortribüne und man sah große Teile des Spielfelds nicht mehr. 1999 reichte es den Anhängern komplett und man baute selbst mithilfe eines Werbepartners eine Stahlrohrtribüne, diese Behelfskonstruktion sollte allerdings auch wieder nur eine Übergangslösung werden. Spoiler: ich saß 2025 auf dem Ding.

Das Gelände ist super weitläufig und man kann sich sehr frei bewegen. Baustilmäßig erinnert das Teil fast an alte Grounds in England, so sehr sind hier Baustile und Tribünen gemixt. Was richtig nervt: um in der Gastro was zu kaufen, muss man vorher Essen/Getränkemarken erwerben. Werde diese für mich sinnfreie zusätzliche Bürokratie nie verstehen. Schweinfurt reiste nur mit einer kleinen Delegation an, von den Fans der Viktoria kam auch wenig organisiertes. Ab und zu Sprechchöre, aber ansich war die Stimmung doch nett. Was sicherlich auch an der sehr leicht zu vibrierend bekommenden Stahltribüne lag (hoffe ja immer dass so Dinge halten). Schweinfurt, die in der 3. Liga so gut wie jede Woche verlieren nahm das Spiel ernst und stellte eine A-Elf auf. Reichte aber nach einem langen Kampf auch nicht und man schied überraschend nach Elfmeterschießen aus dem Amateurpokal aus. Für den kurzen Rückweg in die Stadt empfehle ich bei Nachtspielen übrigens eine Taschenlampe, der Park ist nicht beleuchtet. Fazit: Sehr schönes Stadion, sollte man unbedingt mal gemacht haben.

Hinterlasse einen Kommentar

Zitat des MONATS: NOVEMBER

„Fußball interessiert mich überhaupt nicht.“

Der euphorisierte Segler Felix van den Hövel bei der DFB Pokal Auslosung