10.01.2026 – 16. Spieltag der Bundesliga
Zuschauer*Innen: 30.210
33 € Eintritt. (Sitzplatz Sektor A5)
Bierpreis: 5,10 € (Früh Kölsch & Bitburger)
Stadion: BayArena (Kapazität: 30.210 Plätze)
Anstoßzeit: 18:30
Tore: https://www.youtube.com/watch?v=1zQ5YJBU7VA&t=3s
Anfang Januar – die Schneewalze rollt ungewohnterweise über den Norden Deutschlands – Deutschland friert ein. Alles ist kalt, nass und trostlos – nach kurzer Überlegung: eigentlich muss man da was machen, worauf man auch bei guten Wetter absolut keinen Bock drauf hat. Also ab nach Leverkusen. Leverkusen ist eine Planstadt, die erst in den 70er Jahren im heutigen Stadtbild entstand. Rund 169.000 Einwohner*Innen (das fand ich hart überraschend) wohnen in der Stadt in Nordrhein-Westfalen. Der Hauptarbeitgeber dort ist sehr überraschend: Bayer. Außerdem ist es wirklich hässlich dort. Ich glaub zur Geschichte von Leverksuen muss ich euch nicht viel erzählen, die ehemalige Werkself schaffte es in der Saison 2023/24 den „Vizekusen“ Fluch zu brechen und erstmalig Meister zu werden. Die BayArena wurde 1956 erbaut und mehrmalig umgebaut. 1999 wurde kurioserweise ein Hotel an die Nordtribüne gebaut, googelt mal die Übernachtungspreise. 2007 – 2010 wurde die Arena zuletzt umgebaut und auf 30.210 Plätze erweitert. Nun muss ich mal richtig randen: Bayer Leverkusen spielt seit 1979 ununterbrochen in der 1. Bundesliga – und die Ordner*Innen bekommen es nichtmal im Heimbereich hin durch einen reibungslosen und vor allem logischen Ablauf einen schnellen Eintritt ins Stadion zu ermöglichen. Vom Gästeblock hört man ja nur das allerschlimmste. Aber nichtmal im Heimbereich funktioniert es. Vielleicht hat man das ja in 50 Jahren dann im Griff. Positiv überrascht war ich davon wie steil das Stadion ist, ich mag ja Steilkurven sehr gerne – aber wer Höhenangst hat sollte lieber auf den Oberrang verzichten. Danke für die Tickethilfe übrigens! Am selben Tag wurde den Ultras von Leverkusen eine Choreo verboten, worauf man die Banner umdrehte und teilweise auf Support verzichtete, teilweise aber Support leistete. Wirkte etwas unentschlossen. Der Auswärtsblock aus Stuttgart war wie erwartet wieder sehr gut anzuschauen. Mir gefällt ja auch der Stil der Stuttgarter Ultras. Vielleicht sollte von den ganzen Millionenbeiträgen, die mittlerweile im Fußball und auch in Leverkusen kursieren auch mal eine neue Soundanlage für das Stadion gekauft werden – die ist ja sowas von dermaßen unterirdisch. Zwischendurch kam es dann kurioserweise im Familienblock zu einer kurzen aber durchaus heftigen Schlägerei – keine Ahnung warum, aber unterhaltsam wars definitiv. Spielerisch unterhaltsam war das Spiel auch, der VFB konnte innerhalb kurzer Zeit mit 0:4 in Führung gehen. Und nach dem Halbstand verließen bestimmt 20 % das Stadion. Man reitet da weiterhin auf einer Erfolgsfanwelle. Auch einen Menschen aus Südkorea, der mich nach einem Bild für Insta fragte: der übrigens 2 TÜTEN Merch dabei hatte und die erste Halbzeit im Trikot ohne Jacke (inklusive Preisschild) schaute – tauchte nach der ersten Halbzeit nicht mehr auf. Bin mir aber nicht mehr sicher ob die Liebe für den etwas merkwürdigen Verein nach der ersten Halbzeit brach, oder ob er einfach bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt erfroren ist. In der zweiten Halbzeit konnte Leverkusen ein Tor machen, war wichtig für mich: in Leverkusen wollte ich unbedingt die Torhymne hören. Die mag ich und das konnte erledigt werden. Bisschen überrascht hat mich die Anzahl der quasi völlig regungslos besoffenen, keine Ahnung ob das dort immer so ist. Ground erledigt, Stadt erledigt – ich komm nie (vermutlich) nie wieder!





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