27.06.2026 – Lost Ground Spiel

Zuschauer*Innen: ca. 3000

Eintritt: 13,12 € (freie Platzwahl)

Stadion: Skistadion Garmisch-Partenkirchen

Tor(e): https://www.fupa.net/match/polizei-sv-braunschweig-m1-fc-mainaustrasse-m1-260627

Anstoßzeit: 15:30

Distanz zu Fuß vom Testspiel von Garmisch-Partenkirchen zum Skistadion? 56 Minuten! Und während viele auf Taxi’s oder dem völlig überfüllten Öffis zurückgriffen ging ich lieber zu Fuß. Durch die ein oder andere Erzählung warum so viele Fußballfans hier sind bekam ich sogar Freibier. Danke an’s Brauhaus Garmisch! Aber warum waren wir nun eigentlich alle in Garmisch-Partenkirchen? Weil die motivierten Leute des PSV Braunschweig es sich zur Aufgabe gemacht haben Lost Grounds wieder zu bespielen. Plätze, die nicht mehr aktiv bespielt werden – aber mal bespielt wurden. Und ja, es gibt historische Aufzeichnungen darüber, dass im Auslauf der Skisprungschanze Fußballspiele stattfanden. Die Organisation, der Einlass, gratis Wasser etc – fast alles war perfekt geregelt. Ich hätte nur die Merchstände und den Ticketverkauf für das Lostground Spiel im Oktober im Marl getrennt, die Schlange war quasi endlos. Die örtliche Gastro (Olympiahaus) war preislich auf jeden Fall bisschen zu teuer, aber das kritisierte der PSV ja selbst und verkaufte günstige (und warme :D) Dosen Wolters. Der Gegner FC Mainaustraße wurde in einer Geflüchtetenunterkunft (die in der Mainaustraße liegt) gegründet und spielt in der A-Klasse in München. Der Verein bekam für seine Integrationsarbeit schon mehrere Preise und hatte auch einen Merchstand im Stadion. Das Olympiaskistadion wurde 1939 von den Nazis für die Olympischen Winterspiele 1940 erbaut, die jedoch wegen dem Zweiten Weltkrieg ausfielen. Danach wurde das Stadion nahezu unverändert weitergenutzt, ab und zu auch als Fußballplatz. Einige Tage vor dem Spiel fiel bei einer Nachmessung auf, dass das Spielfeld zu kurz für einen offiziellen Fußballplatz ist, wäre bei einem inoffiziellen Spiel ja eigentlich völlig egal. Aber nicht dem PSV Braunschweig: man lies sich noch Kunstrasen vorbei bringen (danke an die Macher) und die Eintrittskarten unterschrieb niemand geringeres als Eddy the Eagle (der leider wegen einer Hochzeit verhindert war, den wollte man eigentlich auch noch einfliegen). Alle waren mit Quatschen von Grounds beschäftigt, man traf sich – man trank miteinander und dabei wurde auch noch Fußball gespielt. Es war grandios, leider stürzte in der Halbzeitpause beim Skispringen eine junge Skispringerin und musste medizinisch versorgt werden – das ganze dauerte rund 40 Minuten. Gute Besserung! So gingen leider während der Zweiten Halbzeit einige Menschen etwas eher, um Züge zu erwischen, was absolut nicht nötig gewesen wäre. Die Deutsche Bahn schaffte es nämlich nicht mal ansatzweise ein Schienenersatzverkehr bei einer kurzfristig gesperrten Bahnstrecke zu organisieren. Ich reg mich jetzt aber nicht schon wieder über die scheiß Bahn auf. Hab im Nachhinein gehört, dass sogar Leute im Skistadion geschlafen haben, naja warm war es ja. Fazit: Sehr cooles Klassentreffen, wir sehen ins im Oktober in Marl!

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